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Details

In dieser ver├Ąnderten Welt - die NATO zwischen gestern und morgen   [Original Title]

Land: Federal Republic of Germany
Produksjons├ąr: 1958
Sjanger: Reportage film
Innspillingssted: Paris, Kopenhagen, Rom, Athen, Istanbul, Malta, F├╝rstenfeldbruck, Cuxhaven, Marburg, Wien, Moskau,

Credits
Production Company: Jupiter-Filmproduktion GmbH, Hamburg
Commissioned by: Presse- und Informationsamt der Bundesregierung
Director: Arno Werner Uhlig

n├Şkkelord: 1958, BRD/Bundesrepublik Deutschland, Kalter Krieg, Nato, Presse- und Informationsamt
Der erste Flug eines Passagierflugzeuges ├╝ber den Nordpol; Raketenstart.
Das sind die Zeichen einer neuen Zeit, die andere ist kleiner geworden, Raum und Zeit sind zusammengeschmolzen. Die technische Revolution hat unser Weltbild ver├Ąndert. Die beiden gro├čen Weltm├Ąchte, die Sowjetunion und die USA, liegen sich ├╝ber den Nordpol auf kurze Entfernung gegen├╝ber (Kartenskizze), erst recht f├╝r D├╝senflugzeuge und Raketen. Das erfordert umdenken, auch im Hinblick auf unsere Sicherheit. Milit├Ąrische Vorposten und Beobachtungsstationen, die notwendiger denn je sind, im ewigen Eis. Skizze macht deutlich, dass das ganze Verteidigungssystem ├╝berpr├╝ft werden muss. Die NATO verbindet Europa mit den Vereinigten Staaten, reicht vom Nordkap bis Nordafrika, vom Atlantik bis zur Ostgrenze der T├╝rkei. Die Gr├╝ndungsurkunde der Nato von 1949. Ewan Acheson, der amerikanische Au├čenminister sagt dazu, an seinem Schreibtisch sitzend: "...dieser Pakt wird geschlossen, um aus den Fehlern der Vergangenheit milit├Ąrische und politische Folgerungen zu ziehen...". Einweihung des ersten gemeinsamen Hauptquartiers vor den Toren von Paris 1951, in Anwesenheit von General Eisenhower, dem 1. Befehlshaber der Verb├╝ndeten in Europa. Parade der Nato-Truppen in Paris. Amerikanische Soldaten landen als Schutz, nicht als Besatzer in Deutschland. Die st├Ąndige Bedrohung der Bundesrepublik und deren Bedeutung f├╝r Europa f├╝hrten zur deutschen Mitgliedschaft in der Nato. Bundeskanzler Dr. Adenauer, der amerikanische Au├čenminister J.F. Dulles, der englische Au├čenminister McMillian und der franz├Âsische Au├čenminister Mendes-France nach der Vertragsunterzeichnung. Die Fahne der Bundesrepublik Deutschland als j├╝ngstem Nato-Mitglied wird gehisst.
Deutsche Uniformen geh├Âren zum Alltagsbild des Nato-Hauptquartiers in Paris, dem Palais Chaillot. Gemeinsame Beratungen, neben dem Oberkommandierenden, General Norstad der deutsche General von Kielmansegg, au├čerdem ein Belgier, ein Holl├Ąnder, ein Franzose und ein Italiener. Von Kielmansegg spricht zur Kamera.
Im Nato-Defence-College wird der Nachwuchs an milit├Ąrischen und zivilen F├╝hrungskr├Ąften aller Mitgliedstaaten ausgebildet. Diese Verteidigungsschule ist f├╝r die einheitliche Ausbildung im gesamten Natoraum unerl├Ąsslich. Milit├Ąrisch ├ťbungen zur st├Ąndigen Verteidigungsbereitschaft im n├Ârdlichen Natoraum. Entlegene Flugpl├Ątze im Polarkreis. Fallschirmspringer in den Schneew├╝sten der Arktis. In Norwegen und D├Ąnemark ├ťbungen mit Nato-Soldaten auf Skiern und Panzer im Schnee. Fjordlandschaft, Kopenhagen. S├╝dlich von Deutschland ist der Verteidigungsraum Italien. Blick auf Rom, Stadtansichten, ital. Soldaten. Bersaglieris und Alpinis bei milit├Ąrischen ├ťbungen f├╝r die Verteidigungsgemeinschaft. Alpinis bilden amerikanische Soldaten aus - Einer macht sich die Erfahrungen des Anderen zunutze.
Moderne Flugpl├Ątze rund um den roten Machtblock. Die Piloten sind in st├Ąndiger Bereitschaft. Einsatz├╝bung auf einem italienischen Flugplatz. Luftaufnahmen von Athen, Stadtansichten mit Akropolis. Landungsman├Âver der Nato-Truppen. Trotz Raketen und Atomwaffen bleiben konventionelle Bodenstreitkr├Ąfte das R├╝ckgrat der Verteidigung.
Vorgeschobener Posten im S├╝dosten ist die T├╝rkei. Ansichten von Istanbul.
Die Nato hat die Armeen von 15 souver├Ąnen Staaten in einem Befehlsbereich zusammengefasst. Panzeraufmarsch. Allein in Europa gibt es 200 Nato-Flugpl├Ątze.
Flotten des Nato Kommandos im Mittelmeer, Kriegsschiffe vor Malta. Ein Flugzeugtr├Ąger als Zentrum der modernen Flotten. Raketenkreuzer sind mitentscheidend f├╝r die atomare Strategie. Raketenstart vom Schiff aus.
Diese neuen milit├Ąrischen Gegebenheiten bestimmen auch den Auftrag und die Ausbildung der Bundeswehr. Bundswehr-Man├Âver mit technisch neuestem Material. Br├╝ckenbau durch Pioniere, Infanteristen gehen mit Panzern vor. Die moderne Verteidigung. Die besondere Lage Deutschlands bestimmt auch die Aufgabe der Marine: Schutz gegen Angriffe, Abriegelung der Ostsee und Sicherung der deutschen H├Ąfen. Man├Âver in Nord- und Ostsee mit kleineren Zerst├Ârern, U-Booten und Schnellbooten. Deutsche Marinesoldaten bei einem Umtrunk mit dem B├╝rgermeister von Portsmouth.
Ausbildung der Luftlandetruppen. Zun├Ąchst Sprung├╝bungen ohne Fallschirm, dann Spr├╝nge aus dem Flugzeug. Tauglichkeitstests f├╝r angehende D├╝senfliegerpiloten in der Unterdruckkammer. Probeflug im Stand. ├ťbergabe amerikanischer Maschinen in Anwesenheit vor Verteidigungsminister Strau├č in F├╝rstenfelsenbruck. Aufkl├Ąrung, Sicherung des Luftraumes und Unterst├╝tzung der Bodentruppen sind die Hauptaufgaben der Luftwaffe. Auf sich allein gestellt ist keine nationale Luftwaffe mehr denkbar.
In Cuxhaven werden die ersten Marineeinheiten von Vizeadmiral Ruge der Nato unterstellt und in Marburg ├╝bernimmt General Norstad die erste Division der Bundeswehr in die Nato. In Fontainbleu ├╝bernimmt General Speidel das Kommando der Nato-Landstreitkr├Ąfte in Zentraleuropa. Verteidigungsminister Strau├č im Nato-Hauptquartier.
Die wirtschaftlichen Hilfsquellen der Nato-L├Ąnder sind das Fundament unseres Wohlstandes. G├╝terumschlag in einem Hafen, Kartenskizze zeigt, dass die Wirtschaftskraft der Nato-Staaten der Sowjetunion und ihren Verb├╝ndeten deutlich ├╝berlegen ist.
Chrustschow, Bulganin u.a. Politisch versucht der Kreml die NATO auszuman├Âvrieren. Um die Verteidigungsanstrengungen des Westens ├╝berfl├╝ssig erscheinen zu lassen, begannen die Russen in Genf ihren Feldzug des L├Ąchelns: Bulganin, Chrustschow, Molotow Arm in Arm vor der Kamera. An einem Verhandlungstisch die oben Genannten mit Tito: sie vers├Âhnen sich mit ihm. Abzug der russischen Besatzungstruppen aus Wien.
In Indien wird Neutralit├Ąt und Koexistenz gepredigt: Chrustchow in Indien mit Nehru als
Zuschauer bei einem Ringkampf. Sie gehen nach England; Bulganin und Chrustschow in den Strassen Londons und bei einem Empfang. Aber die Planungen der Russen werden durchkreuzt durch den Ungarnaufstand; Ungarn verlangt selbst seine Freiheit, weil es den Worten der Sowjetunion von Entspannung, Liberalisierung und Demokratisierung misstraut. Aufnahmen vom Aufstand der Ungarn. Aber der Aufstand dauert nur wenige Tage. Russische Panzer schlagen den Aufstand nieder.
Milit├Ąrparade auf dem roten Platz mit Chrustschow, Malenkow und einem Rotchinesen. Nach der Politik des L├Ąchelns folgt nunmehr die Politik der Erpressung und St├Ąrke. General Norstad spricht in die Kamera:"...Solange der Westen keine Garantie f├╝r seine Sicherheit besitzt, so lange wird auch die Entschlossenheit der NATO-Partner bestehen bleiben, ihre Freiheit gemeinsam zu verteidigen..."
Die Sicherheit des Westens beruht im ausreichenden Besitz modernster und kriegsentscheidender Waffen; automatisierte Gesch├╝tze, ferngesteuerte panzerbrechende Raketen, taktische Atomwaffen. Interkontinentale Bomber kontrollieren den Luftraum. Atompilz. Diese grausamen Waffen haben bisher einen Angriff auf die westliche Welt verhindert und ihren V├Âlkern die Freiheit erhalten.
Gipfelkonferenz in Paris unter dem Leitmotiv "Sicherheit durch St├Ąrke". Im Verhandlungssaal: Adenauer und Eisenhower sich begr├╝├čend. Im Hintergrund J.F. Dulles. Weitere Teilnehmer: von Brentano, Strau├č, McMillian. Man kommt zu dem Ergebnis: Die bew├Ąhrte Zusammenarbeit der Milit├Ąrs wird nunmehr durch eine enge politische, wirtschaftliche und wissenschaftliche Zusammenarbeit verst├Ąrkt. Die milit├Ąrische Bereitschaft, gegenseitiges Vertrauen, das Bewusstsein der gemeinsamen Bedrohung und die Entschlossenheit jeden Angriff auf den Einzelnen als einen Angriff gegen Alle zu betrachten und mit allen Mitteln zur├╝ckzuschlagen, bleiben das Fundament.
Immer bereit zu verhandeln, aber ger├╝stet zu sein, bis eine sichere Regelung der gro├čen Streitfragen herbeigef├╝hrt wird, die den V├Âlkern das ersehnte Leben in Frieden und Freiheit bringt.

(Quelle: Erschlie├čungsprotokoll Bundesarchiv Koblenz)

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